Gas auch für Estland: Finnland will neues Flüssiggas-Terminal im Dezember in Betrieb nehmen
Helsinki – In Finnland soll bereits zum kommenden Winter ein neues schwimmendes Flüssiggas-Terminal als Alternative zu russischem Pipeline-Gas in Betrieb gehen. Der an Finnlands Südküste westlich von Helsinki gelegene Hafen in Inkoo ist für diesen Zweck tief genug und liegt in der Nähe von Pipelines. Über diese kann das Gas zu Endverbrauchern in der Industrie und anderen Sektoren in Finnland, Estland und im Ostseeraum fließen.
Mit dem Bau der Hafenstrukturen und der Erdgaspipeline wurde nach Angaben von Gasgrid bereits begonnen. Das Ziel ist es, dass das Speicher- und Regasifizierungsschiff (FSRU) von Excelerate Energy ab Dezember 2022 eingesetzt werden kann und die Anlage betriebsbereit ist.
Nach der Inbetriebnahme wird das Flüssiggas für das Terminalschiff von Tankschiffen aus aller Welt geliefert, z.B. aus Australien, Katar, Norwegen, Malaysia, USA und Algerien.
Die Verdampfungskapazität des Schiffes beträgt 140 GWh/Tag und sogar mehr als 40 TWh (rd. 4 Mrd. m³ Gas) pro Jahr und übersteigt damit den jährlichen Erdgasbedarf Finnlands. Dieser erreichte laut Gasgrid in der Vergangenheit etwa 25 TWh (ca. 2,5 Mrd. m³) pro Jahr.
© IWR, 2026
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