Greenpeace: Kohlekraftwerke verursachen Milliarden an Gesundheitskosten
Berlin – Energiekonzerne wälzen Milliarden an Gesundheitskosten aus dem Betrieb von Kohlekraftwerken auf die Gesellschaft ab. Das geht aus dem Greenpeace-Report „Last Gasp“ hervor. Danach addieren sich die Folgen gesundheitsschädlicher Emissionen aller in der EU betriebenen Kohlekraftwerke im Jahr 2016 auf mindestens 22 Milliarden Euro.
Zwei Drittel dieser Kosten entfallen dabei auf zehn Energiekonzerne, darunter die drei deutschen Unternehmen RWE, Uniper und Steag, aber auch EPH, der tschechische Betreiber der Lausitzer Braunkohlekraftwerke.
Der Report modelliert auf Basis der jüngsten Emissions- und Wetterdaten die Gesundheitsschäden durch Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid und Feinstaub. Demnach verursacht eine Megawattstunde Kohlestrom der zehn größten Kohleunternehmen durchschnittliche Gesundheitskosten in Höhe von 56 Euro, so Greenpeace.
© IWR, 2026
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