Hochlauf mit Hindernissen: Neues Atomkraftwerk Flamanville 3 bleibt weiter abgeschaltet
Paris - Das neue französische Atomkraftwerk Flamanville 3 wurde am 21. Dezember 2024 nach 17 Jahren Bauzeit erstmals an das Stromnetz angeschlossen. Seither lief der EPR-Reaktor mit 1.600 MW Leistung zunächst nur auf sehr geringer Leistungsstufe, da in der Anlaufphase zunächst noch zahlreiche Tests durchgeführt werden müssen.
Mittlerweile steht das Atomkraftwerk Flamanville 3 still, die Stromproduktion ist eingestellt. Bei einer Kontrollfahrt am 11. Februar 2025 wurde ein unzureichender Wasserdurchfluss im Endkühlsystem (SRU) festgestellt. Da das Reaktorgebäude normalerweise durch das SRU-System gekühlt wird, musste das System gemäß der Allgemeinen Betriebsordnung (RGE) als nicht verfügbar eingestuft und der Reaktor heruntergefahren werden.
Am 15. Februar 2025 (00:30 Uhr) wurde die Stromproduktion wegen eines Leistungsabfalls im EVU/SRU-Kühlkreislauf gestoppt. Dieser Kreislauf ist Teil der Meerwasserkreisläufe und darf nur in Ausnahmesituationen bei schweren Unfällen eingesetzt werden. Geplante Tests, die an diesem System durchgeführt wurden, zeigten niedrigere Ergebnisse als erwartet, teilte EDF mit.
Am 22. Februar 2025 musste die Abschaltung des Atomkraftwerks verlängert werden, um einen Eingriff an einer Temperatursonde im Hauptprimärstromkreis vorzunehmen.
Am 28. Februar 2025 wurde der Stillstand des Reaktors Flamanville 3 dann noch einmal verlängert, um Anpassungen an der Turbogeneratoreinheit vorzunehmen und den Betrieb zu optimieren. Neben diesen Aktivitäten ist eine weitere Wartung an einem Temperaturfühler des Primärkreislaufs durchgeführt worden.
© IWR, 2026
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17.03.2025



