Klimapolitik: BSW appelliert für Streichung des 52 GW-Deckels
Berlin - Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) hat im Vorfeld der entscheidenden Sitzung am kommenden Freitag (20.09.2019) an das Klimakabinett appelliert, den bereits im nächsten Jahr wirksam werdenden 52-Gigawatt-Deckel ersatzlos aus dem EEG zu streichen. Ansonsten, so der BSW, werde es nach übereinstimmender Aussage der Solarbranche und von Regierungsgutachtern zu einem massiven Einbruch des Solarmarktes kommen. Der Zubau an PV-Anlagen auf Privat- und Gewerbeimmobilien würde auf einen Bruchteil zusammenschrumpfen. Dies bedeutete die Vernichtung von tausenden Jobs in der Solarbranche.
Zudem erfordern die Zuspitzung der Klimakrise und Umsetzung der Klimaziele einen stärkeren PV-Ausbau, so der BSW. Angesichts des beschlossenen Ausstiegs aus Kohle- und Atomkraft, der wachsenden Anzahl an Elektrofahrzeugen und der Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen wird künftig deutlich mehr Solarstrom benötigt werden als heute.
Infolge des technischen Fortschritts und der industriellen Massenfertigung von Solarmodulen ist Solarstrom im Kraftwerksmaßstab (neue Freiflächen-Solarparks) inzwischen die günstigste Art, Strom zu erzeugen. Auch die Preise neuer Solarstromanlagen auf Gebäuden sinken von Monat zu Monat und kommen mit immer geringeren Marktprämien bzw. Einspeisevergütungen aus. Die Streichung des 52 GW-Deckels und ein deutlich stärkerer PV-Ausbau führetn damit zu keiner relevanten Belastung der Strompreise mehr, so der BSW.
© IWR, 2026
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