Kostenexplosion: Atomkraftwerk Flamanville kostet 1 bis 2 Milliarden Euro mehr
Paris - Die Fertigstellung des ERP-Atomkraftwerks im französischen Flamanville verzögert sich um mindestens weitere drei Jahre. Ursprünglich war die Inbetriebnahme nach fünf Jahren Bauzeit für das Jahr 2012 vorgesehen, nun kann der Start nach einer Mitteilung des staatlichen Stromversorgers EDF nicht vor 2022 erfolgen.
Nach Angaben der französischen Finanzzeitung Les Echos sind neue Reparaturarbeiten notwendig, die von der Sicherheitsbehörde ASN (l'Autorité de sûreté nucléaire) auferlegt wurden. Es handelt sich um acht defekte Schweißnähte an schwer zugänglichen Stellen.
Der Kostenplan von ursprünglich 3,3 Milliarden Euro ist schon längst Makulatur. Auch die nun mittlerweile aufgelaufenen Baukosten in Höhe von 10,9 Milliarden Euro sind wohl nicht zu halten und noch nicht das Ende der Fahnenstange. Laut Le Echos könnten allein mit der Reparatur der acht Schweißnähte weitere Mehrkosten in Höhe von 1 bis 2 Milliarden Euro anfallen.
© IWR, 2026
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