Kraft-Wärme-Kopplung: Neue Mikro-KWK-Pilotanlage geht in den Feldtestbetrieb
Nürnberg - Bisher können biogene Festbrennstoffe für die Stromerzeugung im niedrigen Leistungsbereich zu großen Teilen nicht genutzt werden. In derzeit verfügbaren Rostfeuerungen bereiten sie aufgrund der erforderlichen hohen Verbrennungstemperaturen große Probleme.
Eine technische Lösung dafür entsteht nun im Rahmen des vom BMWi-Förderbereich „Energetische Biomassenutzung“ finanzierten Projekts BioWasteStirling (FKZ 03KB122). Die dabei von Wissenschaftlern der FAU Erlangen-Nürnberg entwickelte Mikro-KWK-Anlage hat jetzt einen ersten Langzeittest im Labor erfolgreich bestanden und soll Ende Juni am Feldteststandort in Wunsiedel in Betrieb gehen.
Die Anlage erreichte anch Angaben des Förderbereichs während des Versuchs je nach Lastzustand einen maximalen elektrischen Wirkungsgrad von ca. 15 Prozent und einen feuerungstechnischen Gesamtwirkungsgrad von mehr als 90 Prozent. Die Nennleistung des Motors von 5 kWel konnte bereits vor dem Versuch in der ersten Inbetriebnahme erreicht werden. Sowohl die CO- als auch Feinstaubemissionen blieben über den kompletten Versuchszeitraum unter den geltenden Grenzwerten der 1. BImSchV. Die Dauerlastfähigkeit des Anlagenkonzepts konnte damit erfolgreich unter Beweis gestellt werden. Darüber hinaus entstanden während des Versuchs keine Verschlackungen, Anbackungen oder Erosionserscheinungen im Reaktorbehälter oder an den Wärmeübertragerflächen des Motors.
BioWasteStirling ist ein Vorhaben des BMWi-Förderbereichs „Energetische Biomassenutzung“.
© IWR, 2026
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24.06.2019



