Markthochlauf der H2-Wirtschaft: Habeck übergibt Förderbescheid für wichtiges Bosch-Wasserstoffprojekt über 160 Mio. Euro
Berlin - Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck hat im Rahmen seiner Sommerreise auch den Industriekonzern Bosch besucht. Im Mittelpunkt standen dabei die Themen Transformation der Automobilbranche und Energiewende.
Dabei überreichte Habeck gemeinsam mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, der baden-württembergischen Umweltministerin Thekla Walker und der bayerischen Staatsministerin Melanie Huml am Bosch-Forschungscampus in Renningen einen Förderbescheid in Höhe von rund 161 Mio. Euro für ein wichtiges Wasserstoffprojekt.
In dem Projekt, das Teil eines großen gemeinsamen europäischen IPCEI-Wasserstoffprojekts ist (IPCEI = Important Projects of Common European Interest), wird Bosch zentrale Schritte zur Großserienfertigung stationärer Brennstoffzellen gehen. Bosch sieht die hocheffiziente Festoxid-Brennstoffzelle als wesentlichen Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung. 30 Prozent der Fördersumme tragen die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und das Saarland.
„Wie Wirtschaft und Politik, Innovationen und deren Förderung auf dem Weg zur Klimaneutralität erfolgreich Hand in Hand gehen können, zeigt die Förderung der Großserienfertigung stationärer Brennstoffzellensysteme von Bosch als gemeinsames europäisches Wasserstoffprojekt im engen Schulterschluss von Bund und Ländern. Jetzt kann eine hochinnovative Schlüsseltechnologie für den Wasserstoffhochlauf am Standort Deutschland in Serie gehen“, so Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck bei der Übergabe des Förderbescheids.
„Die Versorgung des Landes mit Wasserstoff aus erneuerbaren Energien wird künftig unverzichtbar sein, um die Klimaziele zu erreichen. Dass Bosch nun als erstes europäisches Großunternehmen dank der Förderzusage durch den Bund in die Massenfertigung von hocheffizienten Festoxid-Brennstoffzellen einsteigen kann, freut uns außerordentlich und passt wunderbar zu unserer Wasserstoff-Roadmap“, ergänzte Kretschmann.
Auf einem Rundgang über den Campus gab Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, den Gästen auch einen Einblick in zwei Forschungsfelder des Unternehmens: In der Robotik forschen Experten unter anderem daran, wie sich Lieferungen in Warenlagern mit Hilfe von künstlicher Intelligenz automatisiert zusammenstellen lassen. Das spart Zeit, Kosten und steigert die Effizienz der Abläufe in großen Lagern. Im Bereich Mobilität erhielten Habeck und Kretschmann einen Einblick in den aktuellen Stand zur Forschung beim automatisierten Fahren. Im Mittelpunkt stehen dabei KI-gestützte Lösungen, mit deren Hilfe das Auto die Umwelt wahrnehmen kann.
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