Mehr Flexibilität mit erneuerbaren Energien: Erster Batteriespeicher an EnBW-Windpark in Betrieb
Häusern – Das Windenergieprojekt der EnBW auf dem Gießbacher Kopf bei Häusern im Landkreis Waldshut in Bayern ist seit September 2023 in Betrieb. Zwei Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils 3,45 MW erzeugen hier jährlich rund 21,7 Mio. kWh Strom (21,7 GWh) und decken damit rechnerisch den Jahresbedarf von etwa 7.500 Haushalten.
Anfang des Jahres 2025 hat das Projekt mit dem ersten Batteriespeicher von EnBW an einem Windpark eine technologische Erweiterung erhalten.
Der Batteriespeicher erhöht die Flexibilität der Stromnutzung, indem er die Einspeisung zeitlich steuert. Die Leistung des aus insgesamt 12 Batterieblöcken (Cubes) bestehenden Zwei-Stunden-Speichers liegt bei 2,2 MW Leistung, die Speicherkapazität beträgt rund 4,5 Megawattstunden (MWh). „Wir rechnen in Häusern mit bis zu zwei Ladezyklen pro Tag, sodass etwa zehn Prozent des erzeugten Windstroms der beiden Anlagen über den Speicher laufen wird", erklärt Tobias Wirsching, Projektentwickler Batteriespeicher bei der EnBW.
Die Kombination aus Windpark und Batteriespeicher bietet eine Reihe von Vorteilen. Erzeugung und Speicher teilen sich die Netzanschlussinfrastruktur. So kann auch bei begrenzter Netzkapazität mehr Strom genutzt werden. Gleichzeitig lässt sich Strom gezielt in Phasen hoher Nachfrage einspeisen, was die Wirtschaftlichkeit erhöht und zur Netzstabilität beiträgt.
EnBW setzt Batteriespeicher an seinen Solarparks bereits standardmäßig ein. Anders als bei Solaranlagen, wo meist ein Ladezyklus über die Mittagszeit erfolgt, ermöglichen Windparks zusätzliche Ladezyklen etwa in der Nacht. Dadurch kann die Einspeisung noch stärker am tatsächlichen Verbrauch im Netz ausgerichtet werden. Allerdings sind die Ladezyklen bei Windparks zugleich komplexer als bei Solarparks: Bei Windenergieanlagen beeinflussen mehr Faktoren die Erzeugung, was damit auch Folgen für das Ein- und Ausspeichern und damit die Ladezyklen hat.
© IWR, 2026
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05.05.2025




