Energiefirmen.de

Branchenportal der Energiewirtschaft

PlanET 4 1280 256

Netzausbau: Neues Umspannwerk in Vietlübbe ermöglicht Ausbau Erneuerbarer Energie

© WEMAG Netz GmbH© WEMAG Netz GmbH

Schwerin/Vietlübbe - Durch die steigende Anzahl an Wind- und Solarprojekten, E-Ladesäulen und den damit steigenden Kommunikationsbedarf zwischen Anlagen und Netzleitstelle steigen die Anforderungen an die Netzinfrastruktur.

Um die Versorgungssicherheit für alle Abnehmer in seinem Stromnetz dauerhaft sicherzustellen, hat der Verteilnetzbetreiber WEMAG Netz (WNG) gemeinsam mit dem Wind- und Solarparkentwickler UKA den Bau eines Umspannwerks in Vietlübbe im Landkreis Parchim gestartet. Baubeginn war im Januar 2023, die Inbetriebnahme ist für Sommer 2024 geplant.

Für den Bau des Umspannwerks in Vietlübbe sowie eines weiteren in Plau gehen die aktuellen Planungen von einer Gesamtinvestition von 115 Mio. Euro aus - inklusive der Kabeltrasse zwischen den Umspannwerken. An die Umspannwerke können nach derzeitigem Stand insgesamt 480 MW Photovoltaikleistung und 450 MW Windleistung angeschlossen werden.

„Die Region um Parchim ist als windstarkes Gebiet ein Schlüssel für die Windenergie im Nordosten Deutschlands. Um den Strom aus verschiedenen EE-Anlagen zu bündeln und von hier aus über teils weite Strecken zu den Verbrauchern zu transportieren, ist ein Umspannwerk von zentraler Bedeutung“, so Daniel John vom Projektmanagement bei UKA über die Aktivitäten des Windparkentwicklers.

Das Besondere an dem Bauvorhaben ist aus Sicht des Netzbetreibers, dass es das erste Großprojekt der WEMAG Netz mit einer 110-Kilovolt-Kabeltrasse ist. „Wir haben uns hier für die erdverlegte Bauweise entschieden, weil sie die gesamte Planungs-, Genehmigungs- und Bauphase verkürzt. Wir gehen von etwa vier Jahren insgesamt aus. Bei einer Freileitungstrasse würde es vermutlich auf zehn Jahre hinauslaufen“, so Thomas Heinke, Projektleiter der WEMAG Projektentwicklung GmbH.

So wie die WNG den Netzausbau verfolgt, sucht UKA als großer Energieparkentwickler nach Möglichkeiten, den grünen Strom aus nachhaltigen Projekten bestmöglich einspeisen zu können. Bereits 2020 begann UKA deshalb mit der Planung eines Umspannwerkes, um seine in Vietlübbe geplanten Windkraftanlagen ins Stromnetz der WNG zu integrieren. Gemeinsam setzten beide Partner das Vorhaben nun um.

© IWR, 2024

01.08.2023