Recycling: Zweites Leben für Rotorblätter von Windkraftanlagen
Stockholm - Viele Komponenten von Windkraftanlagen, die nach Ende der Betriebszeit zurückgebaut werden, können schon wiederverwertet werden. Das Fundament, der Turm, die Komponenten des Getriebes und des Generators sind bereits recycelbar. Eine Herausforderung bilden bisher noch die Rotorblätter, da diese aus Verbundwerkstoffen gefertigt sind.
Der Energieversorger Vattenfall will bis 2030 eine Recyclingquote von 100 Prozent für ausgemusterte Rotorblätter erreichen. Dazu wurden die zwei Partner, die Gjenkraft AS aus Norwegen sowie das LIFE CarbonGreen-Konsortium (Niederlande) unter Vertrag genommen.
Jetzt steht der erste Praxistest an, die Rotorblätter des im Rückbau befindlichen niederländischen Windparks „Irene Vorrink“ sollen zu Sportgeräten, Dämmstoffen oder Komponenten für Solarparks verarbeitet werden. In den kommenden Wochen werden die ausgemusterten Rotorblätter so zerlegt, dass sie für den weiteren Transport und die vorgesehenen Recyclingtechnologien geeignet sind.
Die norwegische Gjenkraft AS wird die Rotorblätter zur Herstellung von recycelten Fasern, synthetischen Ölen und Gasen nutzen, die unter anderem zur Herstellung von Sportgeräten wie Skiern und Snowboards oder Dämmstoffen verwendet werden. LIFE CarbonGreen ist ein Forschungsprojekt, das neue Verfahren für die Verarbeitung der Blätter entwickelt hat und hieraus auch Komponenten für Solarparks produzieren will.
© IWR, 2026
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