Rekommunalisierung: Berliner Landesbetrieb übernimmt Stromnetz von Vattenfall
Berlin - Im Konzessionsverfahren für das Stromnetz der allgemeinen Versorgung im Land Berlin hat der Landesbetrieb Berlin Energie das beste Angebot abgegeben. Das hat die Auswertung der in der Berliner Senatsverwaltung für Finanzen angesiedelten Vergabestelle ergeben.
Die Auswertung der finalen Angebote anhand der im Modifizierten Zweiten Verfahrensbrief mitgeteilten und vom Kammergericht Berlin bestätigten Kriterien der Gruppen A (Ziele des § 1 Energiewirtschaftsgesetz – EnWG) und B (Konzessionsvertrag) hatten ergeben, dass das Angebot von Berlin Energie die höchste Punktzahl erzielt, teitle die Staatskanzlei mit. Insgesamt lagen fünf Angebote vor.
Das Stromnetz in Berlin umfasst unter anderem rund 35.000 Kilometer Verteilnetz und mehr als 2,3 Millionen Netzkunden. Bisher hat Vattenfall über seine Tochtergesellschaft Stromnetz Berlin GmbH und zuvor Bewag seit mehr als 20 Jahren die Konzessionsrechte gehalten. Vattenfall bedauert die Entscheidung, die Konzessionsrechte an den kommunalen Bieter vergeben zu wollen. Das Unternehmen wird nun gemeinsam mit den Verantwortlichen von Stromnetz Berlin die Vergabeentscheidung und deren Begründung im Vorfeld einer Entscheidung über das weitere Vorgehen genau analysieren.
Die VKU-Landesgruppe Berlin-Brandenburg begrüßt dagegen die Vergabe des Berliner Stromnetzes an den Landesbetrieb Berlin Energie. Die Gas- und Stromversorgung gehöre zu den Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge, so der Verband der kommunalen Unternehmen (VKU)
© IWR, 2026
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