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Standort Salzgitter: VW und Quantum Scape planen Pilotanlage für Festkörperbatterien

© Quantum Scape Corp.© Quantum Scape Corp.

San Jose / Wolfsburg - Die Quantum Scape Corp. hat heute bekannt gegeben, dass sie mit der Volkswagen Group of America, Inc. eine Vereinbarung über die Wahl des Standorts einer Pilotanlage zur Herstellung von Festkörperbatterien getroffen hat. Die Unternehmen erwägen derzeit, die Produktion ihrer Joint-Venture-Pilotanlage in Salzgitter anzusiedeln. Die Entscheidung soll bis 2021 fallen.

Die Pilotanlage QS-1 ist eine kommerzielle Produktionsanlage für Batteriezellen mit einer Kapazität von 1 Gigawattstunde (GWh). Diese Zellen werden dann für die anschließende Produktion der Batterien in E-Autos benötigt. Quantum Scape und VW beabsichtigen, die Produktionskapazität um weitere 20 GWh am gleichen Standort zu erweitern.

"Unser Ziel war es, unsere Festkörper-Lithium-Metall-Batterien so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen", sagte Jagdeep Singh, CEO und Mitbegründer von Quantum Scape. "Dieses Joint Venture bringt Quantum Scapes Kernbatterietechnologie mit Volkswagens tiefem Verständnis von hochvolumiger, qualitativ hochwertiger Produktion zusammen und maximiert unsere Fähigkeit, diese Technologie in die industrielle Produktion zu bringen."

Den Vorläufer, die Pre-Pilotanlage QS-0, baut Quantum Scape in San Jose. Die Kapazität soll auf über 200.000 Zellen pro Jahr verdoppelt werden, genug um Hunderte von Testfahrzeugen mit Batterien zu versorgen.

Im März 2021 hatte Quantum Scape eine zusätzliche Finanzierung in Höhe von 100 Millionen US-Dollar von VW bekannt gegeben, nachdem Volkswagen durch Tests in seinen Laboren in Deutschland bestätigt hatte, dass die Quantum Scape-Zellen den festgelegten technischen Meilenstein erfüllen.

Eine Festkörperbatterie hat im Unterschied zu herkömmlichen Lithium-Ionen Batterien keine flüssigen, sondern feste Elektrolyten. Die festen Elektrolyte sind nicht brennbar und haben eine deutlich höhere Energiedichte. Die große Herausforderung besteht jedoch darin, eine geeignete Materialkombination für die Elektrolyten zu finden, die auch große Lade- und Entladeströme ermöglicht.

© IWR, 2021

14.05.2021