Teuer für EDF: Atomkraftwerk Hinkley Point C kostet wohl über 3 Milliarden Euro mehr
Paris - Der Bau des britischen Atomkraftwerks Hinkley Point C wird deutlich teurer als geplant und verzögert sich offenbar. Nach Abschluss des ersten Meilensteins hat der staatliche französische Energieversorger EDF eine Überprüfung der Kosten, des Zeitplans und der Organisation durchgeführt. Das Risiko einer Zeitverzögerung für die Fertigstellung gibt EDF aktuell für den Block 1 mit 15 Monaten und für Block 2 mit 9 Monaten an. Auch bei den zu erwartenden Kosten werden bereits nach dem ersten Meilenstein Milliarden-Mehrkosten erwartet.
Der Bau des britischen Atomkraftwerks Hinkley Point C wird sich nach derzeitigem Stand auf 21,5 bis 22,5 Milliarden Pfund belaufen. Das sind gegenüber der ursprünglichen Planung 1,9 bis 2,9 Milliarden Pfund (3,29 Milliarden Euro, Kurs: 25.09.2019) an Mehrkosten. Die zusätzlichen Kosten sind hauptsächlich auf schwierige Bodenverhältnisse zurückzuführen, die die Erdarbeiten teurer gemacht haben als erwartet, teilte die französische EDF mit.
In Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Differenzvertrags hat diese neue Kostenschätzung aber für die Verbraucher oder die britischen Steuerzahler keine finanzielle Auswirkungen, sondern geht zu Lasten der Rendite. Die projizierte Rendite (IRR) für das Atomkraftwerk wird nun laut EDF auf 7,6% bis 7,8% geschätzt (Basis Wechselkurs: 1 GBP= 1,15 Euro). Das missfällt offenbar den Investoren. Die EDF-Aktie fällt heute um über 7 Prozent und notiert unter der Marke von 10 Euro.
© IWR, 2026
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25.09.2019



