Verkehrswende: GP Joule und Quantron bringen Wasserstoffmobilität nach Schwaben
Reußenköge - Die beiden Unternehmen GP Joule und Quantron haben ein Konzept für ein integriertes Wasserstoffprojekt erarbeitet, um die Wasserstoffmobilität in Schwaben in Bayern auf den Weg zu bringen.
Es sieht die Produktion von grünem Wasserstoff in der Region sowie den Bau von Tankstellen für Lkw, Busse und Pkw vor. Auf dem Wasserstoffgipfel in Dillingen haben die Verantwortlichen das Projekt jetzt Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger vor.
An mehreren Standorten in Schwaben soll zukünftig grüner Wasserstoff aus Wind- und Solarstrom gewonnen werden. Die bei der Wasserstoffproduktion erzeugte Abwärme soll in Nahwärmenetze fließen und so die angrenzenden Ortschaften mit nachhaltiger und günstiger Wärme versorgen.
Der vor Ort mit PEM-Elektrolyseuren der 10-MW-Klasse erzeugte Wasserstoff soll an den errichteten Wasserstoff-Tankstellen in erster Linie an Nutzfahrzeuge und Busse abgegeben werden, kann aber auch von Pkws getankt werden. Quantron übernimmt als Lieferant von Wasserstoff-Bussen und -Lastwagen die Bereitstellung mehrerer Hundert Brennstoffzellen-Lkws sowie -Busse.
Logistikunternehmen können die Fahrzeuge dann in einem Pay-per-Use-Modell mieten. Damit ist eine klimaneutrale Lieferung zu einem festen und kalkulierbaren Preis pro Kilometer möglich, ohne hohe eigene Investitionskosten bei den Logistikern.
Bei durchschnittlichen Fahrleistungen können mit den Brennstoffzellen-Lkws nach Angaben der Unternehmen jährlich rund 15.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Hinzu kommen eine erhöhte Wertschöpfung vor Ort und verbesserte Standortfaktoren für Industrie und Gewerbe in der Region.
GP Joule hat mit dem Wasserstoff-Mobilitätsprojekt eFarm in Nordfriesland bereits ein ähnliches Vorhaben initiiert, das zeigt, dass das Konzept funktioniert, so das regenerative Energieunternehmen. Dort fahren bereits Brennstoffzellenbusse im Linienverkehr sowie 60 Brennstoffzellen-Pkw. Betankt werden sie an zwei Wasserstofftankstellen in der Region, die wiederum mit grünem Wasserstoff aus fünf Elektrolyseanlagen in der Nähe von bestehenden Windparks versorgt werden. Die an den Elektrolyseuren entstehende Abwärme wird zum Beheizen von Gebäuden genutzt.
© IWR, 2026
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