Wasserstoffwirtschaft: Plug Power sichert sich Großauftrag von US-Automobilhersteller - Aktie taucht ab
Latham, USA - Plug Power hat einen wichtigen Vertrag zur Versorgung eines großen US-Automobilherstellers mit Wasserstoffinfrastruktur- und Brennstoffzellenlösungen abgeschlossen, die den Materialtransport unterstützen werden.
Nach Angaben von Plug Power handelt es sich um die Versorgung eines der bislang größten Automobilproduktionsareale in den USA. Das über 6 Quadratmeilen große Produktionsfläche des namentlich nicht genannten US-Autoherstellers ist auf Elektrofahrzeuge und Batterien ausgerichtet.
Die gesamte Materialtransportflotte des Produktionsgeländes, einschließlich Gabelstapler und Schlepper, soll künftig Brennstoffzellen von Plug Power betrieben werden. Neben der Brennstoffzellenflotte umfasst die Vereinbarung auch den Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur vor Ort, darunter zwei Flüssigwasserstofftanks und über 10 Wasserstoffzapfsäulen, um die Ausweitung von Wasserstoffanwendungen vorzubereiten.
"Diese neue Partnerschaft stärkt unsere Erfolgsbilanz in der Automobilindustrie und stellt einen bedeutenden Schritt in der Förderung der Nachhaltigkeit in diesem Sektor dar. Wir freuen uns darauf, diese Anlage mit dem hochmodernen grünen Wasserstoff-System von Plug aufzuwerten und Lösungen anzubieten, die die betriebliche Effizienz steigern und gleichzeitig zu einer nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Zukunft beitragen", begrüßt Plug Power CEO Andy Marsh den Deal.
Plug Power wird die Wasserstoffinfrastruktur installieren und in Betrieb nehmen. Die Anlage wird voraussichtlich im ersten Quartal 2025 voll betriebsbereit sein, wobei die Produktion in sorgfältig geplanten Phasen hochgefahren wird, um einen reibungslosen und effektiven Hochlauf bis zum Vollbetrieb zu gewährleisten.
Dem Aktienkurs von Plug Power kann die Erfolgsmeldung in dieser Woche nicht helfen. Im Vorfeld der von Plug Power für den 01. März 2024 angekündigten Veröffentlichung der Geschäftszahlen für Q4 23 und das Gesamtjahr 2023 reagieren die Investoren in dem allgemein schwachen Börsenumfeld nervös. Bis Donnerstagabend hat die Aktie in dieser Woche bereits 20,8 Prozent auf einen Kurs von 2,90 Euro verloren (Schlusskurs 22.02.2024, Börse Stuttgart).
© IWR, 2026
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