WDR-Recherche: Deutschland kauft mehr Jodtabletten wegen Atomkraft-Risiken
Köln - Das Bundesamt für Strahlenschutz hat rund 190 Millionen Jodtabletten bestellt. Als Begründung wird darauf verwiesen, dass Risiken vor allem von grenznahen Atomkraftwerken ausgehen und darauf müsse man sich vorbereiten. Das berichtet der WDR. Der Auftrag umfasst das Vierfache des aktuellen Bestandes.
Hintergrund war ein Großauftrag über 50 Millionen Packungen Jodtabletten an den österreichischen Pharmakonzern Gerot Lannach, über den Anfang August 2019 der österreichische Fernsehsender ORF berichtet hatte.
In Deutschland werden 2022 die letzten Atomkraftwerke abgeschaltet. Atomkraftrisiken gehen vor allem von den alten belgischen und französischen Atomkraftwerken entlang der Grenze zu Deutschland aus. Aber auch beim Rückbau der Atomkraftwerke kann es zu Unfällen kommen.
© IWR, 2026
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22.08.2019



