Wichtiger Schritt für Umsetzung der Energiewende: Sonderbürgschaftsprogramm von Bund und Ländern startet
Berlin - Der Bund und die zunächst betroffenen Bundesländer Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen haben gemeinsam ein Sonderbürgschaftsprogramm für den Bau von Konvertern und Konverterplattformen auf den Weg gebracht. Damit soll möglichen Finanzierungsengpässen beim Bau von Konvertern (on-shore) und Konverterplattformen (off-shore) begegnet werden.
Konverter sind ein zentraler Baustein für den effizienten Transport von Strom über große Entfernungen. Das gilt gleichermaßen für den Transport an Land über die sog. Stromautobahnen wie für die Netzanbindung von Offshore-Windparks, die oftmals weit draußen in der Nordsee angesiedelt sind und bei denen Konverterplattformen zum Einsatz kommen. Die Kosten eines solchen Konverters belaufen sich bei onshore-Konvertern auf rd. 800 Mio. Euro und bei den offshore-Konverterplattformen auf rd. 2,5 Mrd. Euro.
Die Hersteller müssen für den Bau der Konverter(plattformen) umfangreiche Vertragsgarantien bereitstellen. Die vielen neuen Konverter und Plattformen, die für die Energiewende benötigt werden, stellen, zusammen mit den hohen Projektkosten, die wenigen Hersteller am Markt vor enorme Herausforderungen. Genau hier setzt das von Bund und Ländern gemeinsam konzipierte Sonderbürgschaftsprogramm an, um den Herstellern zu helfen und die erforderliche Absicherung der Projekte zu gewährleisten.
Bund und Länder sind im Rahmen des Programms nach den erforderlichen Prüfungen im Einzelfall bereit, über parallele Ausfallbürgschaften bis zu 80 Prozent der zu leistenden Vertragsgarantien (Anzahlungs-, Leistungs- und Gewährleistungsgarantien) abzusichern und damit mögliche Finanzierungsengpässe auf Seiten der Hersteller (HGÜ-Lieferant und Werft) zu reduzieren.
„Mit Einführung des Sonderbürgschaftsprogramms können absehbare Finanzierungsengpässe am Bau beteiligter deutscher Werften und der Lieferanten substanziell gemildert werden. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der Energiewende in Deutschland geleistet", kommentiert der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck das Programm.
© IWR, 2026
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