Windenergie-Ausbau: Genehmigungsstau blockiert Energiewende
Berlin - Überlange Verfahren und in der Folge fehlende Genehmigungen von Windenergieprojekten werden mehr und mehr zum Problem der Energiewende. Während 2016 zwischen Antragstellung und Genehmigung zwischen 300 und 400 Tage lagen, sind es bei den in den letzten beiden Quartalen 2017 erteilten Genehmigungen schon bis zu 700 Tage. Das gehe aus einer Auswertung des EEG-Anlagenregisters Windenergie an Land zum Stichtag 30.09.2018, so der Bundesverband Windenergie (BWE).
Der BWE beteiligt sich mit Branchenakteuren und Vertretern der Ministerien an einer Plattform der Fachagentur Wind an Land, um die Hemmnisse zu identifizieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
„War früher die Rechtssicherheit mit der erteilten Genehmigung gegeben, wird diese heute oft erst nach Gerichtsentscheidungen oder schwierigen juristischen Vergleichen hergestellt. Die juristischen Blockademöglichkeiten werden dabei kreativ ausgenutzt. Angesichts kurzer Umsetzungsfristen nach einem Zuschlag führt dies dazu, dass viele Projekte nicht für eine Teilnahme an Ausschreibungen zur Verfügung stehen“, so BWE-Präsident Hermann Albers.
© IWR, 2026
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