Windenergie, Gas und Handel beflügeln: RWE erhöht Prognose für 2022 - Aktie steigt
Essen - Der Energiekonzern RWE hat den Ergebnisausblick für das Geschäftsjahr 2022 deutlich angehoben. Für das bereinigte Nettoergebnis erwartet RWE nun eine Bandbreite zwischen 2,1 und 2,6 Mrd. Euro (Ausblick Februar 2022: 1,3 - 1,7 Mrd. Euro) und damit fast eine Verdopplung. Die RWE-Aktie legt zu und notiert heute (29.07.2022) im frühen Handel bei rd. 40 Euro.
Grund für die Anhebung sind positive Entwicklungen in den Bereichen Onshore-Windenergie, Gas und Energiehandel. Im Bereich Onshore Windenergie und Solar erwartet RWE einen Ergebnisbeitrag auf Basis EBITDA nun in einer Bandbreite zwischen 0,9 - 1,1 Mrd. Euro (Ausblick Februar 2022: 650 - 800 Mio. Euro). Gründe für die Erhöhung sind neue Windkraftkapazitäten, höhere Strompreise und bessere Windverhältnisse.
Im Sektor Wasser/Biomasse/Gas erwartet RWE eine Verdopplung des Ergebnisbeitrages auf 1,4 - 1,7 Mrd. Euro (vorher: 700 - 900 Mio. Euro). Gründe sind hier Optimierungen des kurzfristigen Kraftwerkseinsatzes und steigende Strompreise bzw. Erzeugungsmargen. RWE erwartet in der zweiten Jahreshälfte zudem einen Anstieg der Stromerzeugung in den Niederlanden auf Grund regulatorischer Änderungen. Auch das von Vattenfall übernommene Kraftwerk Magnum wird ab dem 4. Quartal 2022 zum Ergebnis beitragen.
Auch beim Energiehandel ist RWE optimistischer. Der Ergebnisbeitrag (EBITDA) soll nun deutlich über 350 Mio. Euro liegen (Februar 2022: 150 - 350 Mio. Euro).
Im deutschen Kernenergie- und Kohlegeschäft (Nicht-Kerngeschäft) erwartet RWE ein Ergebnis wie bisher geplant, da die Stromproduktionsmengen bereits in Vorjahren verkauft wurden.
RWE bestätigt das Dividendenziel von 0,90 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2022.
© IWR, 2026
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Original-Pressemitteilungen Energiewirtschaft
29.07.2022





