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Norddeutsches Energiewende-Projekt macht Schritt nach vorn

© Vattenfall, Nordex, CC4E© Vattenfall, Nordex, CC4E

Hamburg – In Hamburg und Schleswig-Holstein kooperieren Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Ziel ist es, zu demonstrieren, wie die Region 2035 zu 100 Prozent mit regenerativem Strom versorgt werden kann. Mit der Einweihung des Energiespeichers in Hamburg-Bergedorf ist ein Meilenstein erreicht.

Vattenfall, das Energie-Kompetenz-Zentrum CC4E der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) und die Nordex Group haben in Hamburg einen Batteriespeicher gebaut, mit dem Strom aus dem benachbarten Windpark aufgenommen werden kann. Als Musterlösung hat das Projekt Vorbildcharakter für die Energiewende in Norddeutschland.

Praxisnahe Erforschung zur Systemintegration von Erneuerbaren Energien
Das Speicherregelkraftwerk am Windpark Curslack in Hamburg-Bergedorf ist jetzt offiziell in Betrieb gegangen. Kernstück der Anlage ist die Anbindung der fünf Windenergieanlagen des Windparks an einen neuen Batteriespeicher, der aus insgesamt 24 Batterien der neuesten BMW-Technologie besteht. Der von Vattenfall gemeinsam mit dem Competence Center für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz (CC4E) der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) und der Nordex Group erbaute Speicher aus Lithium-Ionen-Akkus kann Strom aus dem benachbarten Windpark aufnehmen und damit die Effizienz des Windparks verbessern.

Mit dem Energiespeicher, der als Teil des Großprojektes NEW 4.0 – Norddeutsche EnergieWende errichtet wurde, sollen Möglichkeiten zur Systemintegration erneuerbarer Energien praxisnah erforscht werden. Durch die Kopplung von Windpark und Batteriespeicher soll die Stromlieferung aus dem Windpark optimiert und an den Bedarf der Kunden angepasst werden. Ziel ist es, Abschaltungen von Windenergieanlagen bei Netzüberlastung so weit wie möglich zu vermeiden.

Darüber hinaus wollen Vattenfall, Nordex und das CC4E gemeinsam Modelle für innovative Systemdienstleistungen konzipieren. So sollen Regelalgorithmen und Regelparameter z.B. für lokale Blindleistungserbringung oder die Erbringung von so genannter Momentanreserve entwickelt und getestet werden, damit zukünftig erneuerbare Energien gemeinsam mit Batteriespeichern diese Leistungen marktbasiert erbringen können.

100 Prozent regenerativer Strom für die Region bis 2035
Im Verbundprojekt NEW 4.0 arbeiten seit Ende 2016 mehr als 60 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen. Gemeinsam legen sie den Entwicklungspfad zu dem Ziel, Schleswig-Holstein und Hamburg als Gesamtregion bis 2035 zu 100 Prozent mit regenerativem Strom zu versorgen – versorgungssicher, kostengünstig, gesellschaftlich akzeptiert und mit wesentlichen CO2-Einsparungen. Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms „Schaufenster Intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG) durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Ziel von SINTEG ist es, in großflächigen „Schaufensterregionen“ skalierbare Musterlösungen für eine umweltfreundliche, sichere und bezahlbare Energieversorgung bei hohen Anteilen erneuerbarer Energien zu entwickeln und zu demonstrieren.


© IWR, 2018


13.11.2018

 




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