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Q2-Zahlen: Plug Power Umsatz über den Erwartungen - Profitabilität schwach - Aktie bricht ein

© Plug Power© Plug Power

Münster - Plug Power hat die Zahlen für das erste Quartal 2023 (Q1 23) veröffentlicht. Die Investoren reagieren enttäuscht, der Aktienkurs des RENIXX-Konzerns bricht ein.

Der Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Spezialist Plug Power hat im ersten Quartal 2023 die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar deutlich gesteigert und die Erwartungen der Analysten übertroffen, gleichzeitig aber die Verluste ausgeweitet. Zu schaffen machen Plug Power die hohen Kosten für den Aufbau und die Erweiterung der Produktionskapazitäten und der Ausbau des Produktportfolios, die sich auf die Profitabilität auswirken.

Plug Power: Umsatz klettert auf Rekordniveau
Plug Power hat den Umsatz im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich um 72 Prozent auf 260,2 Mio. USD gesteigert (Q2 2022: 151,3 Mio. USD). Die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit einem Umsatz von 238 Mio. USD gerechnet haben, hat Plug Power damit deutlich übertroffen und gleichzeitig den besten Wert auf Quartalsbasis erzielt. Der Rekordumsatz basiert nach Angaben von Plug Power auf verschiedenen Faktoren. Zum einen bestätige sich, dass das vertikal integrierte Geschäftsmodell zunehmen greife. Darüber hinaus spiegelten sich das starke Wachstum im Bereich Material Handling und die Beiträge der neuen Produktlinien wider.

Verluste deutlich ausgeweitet
Deutlich höher als von den Analysten erwartet fällt allerdings der Verlust von Plug Power aus. Bedingt durch den Aufbau und die Erweiterung der Produktionskapazitäten und den Ausbau des Produktportfolios steigen auch die Kosten und der Verlust. Per Saldo liegt der Nettoverlust im zweiten Quartal 2023 bei einem Minus von 236,4 Mio. USD (Q2 2022: minus 173,3 Mio. USD). Pro verwässerte Aktie ergibt sich damit im zweiten Quartal ein Verlust von minus 0,40 USD, nach minus 0,30 USD in Q2 2022. Die Analysten hatten im Mittel lediglich mit einem Minus von 0,266 USD pro Aktie gerechnet.

Einige der hohen Kosten standen nach Angaben von Plug Power im Zusammenhang mit einer Reihe notwendiger Investitionen, die das Unternehmen für zukünftiges Wachstum und verbesserte Rentabilität positioniert haben, einschließlich der Optimierung der Elektrolyseurproduktion, der Skalierung der neuen Vista-Anlage und der Einführung neuer Anwendungsprodukte. Weitere Kosten entstanden unter anderem durch höhere Brennstoffkosten aufgrund ungeplanter Wartungsarbeiten an der Wasserstoffanlage und erhöhter Wasserstoffpreise an der Westküste.

Prognose bestätigt - Ausblick positiv
Plug Power peilt im laufenden Jahr weiter einen Umsatz in einer Bandbreite zwischen 1,2 und 1,4 Milliarden Dollar an. Die weitere Entwicklung des Unternehmens sieht der Vorstand positiv. Die Geschäftsaussichten im Elektrolyseurgeschäft bleiben sowohl für das Produkt- als auch für das Projektgeschäft robust. Plug Power verfolg derzeit nach Angaben im Elektrolyseurbereich Projekte mit einem Leistungsvolumen von über 7,5 GW, für die endgültigen Investitionsentscheidungen (FID) in den nächsten 12-18 Monaten erwartet werden.

Im Hinblick auf die mittelfristige Entwicklung des Unternehmens gibt sich Plug Power optimistisch. Im Unternehmen konzentriere man sich weiterhin auf den Aufbau eines globalen Ökosystems für grünen Wasserstoff und auf die Erreichung der Wachstumsziele, die Ausweitung der Gewinnspanne und den Weg zur Rentabilität, so Plug Power.

Enttäuschende Ergebnisentwicklung setzt Aktie unter Druck
Die Anleger reagieren verschnupft auf die von Plug Power vorgelegten Zahlen, unterm Strich überwiegt die Enttäuschung über den Quartalsverlust. Die Aktie bricht am heutigen Vormittag ein und notiert aktuell mit einem Minus von 12,8 Prozent bei 8,62 Euro (10:55 Uhr, 10.08.2023, Börse Stuttgart).


© IWR, 2023


10.08.2023

 



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