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RWE baut großen Batteriespeicher für Offshore Windpark „Oranje Wind“ in Eemshaven

© RWE AG© RWE AG

Essen – Der Energiekonzern RWE hatte sich im Jahr 2022 die Umsetzung des niederländischen Offshore Windparks Oranje Wind gesichert. Bestandteil des Projekts ist ein Konzept zur Systemintegration, das den Offshore Windpark mit der Erzeugung von grünem Wasserstoff und anderen Lösungen wie etwa Batteriespeichern kombiniert.
Die Entscheidung zum Bau des Batteriespeichers am RWE-Biomassekraftwerk in Eemshaven ist jetzt gefallen. Dieses Speicherprojekt ist auch Teil des globalen Batteriespeicher-Portfolios, das RWE kräftig ausbauen will.

Eemshaven: RWE investiert 24 Mio. Euro in niederländischen Batteriespeicher
Der Offshore Windpark mit dem Namen Oranje Wind (ehemals Hollandse Kust West VII) mit einer Leistung von fast 800 MW soll 53 Kilometer vor der niederländischen Küste entstehen und im Jahr 2027 in Betrieb gehen. Das Batterieprojekt ist ein wichtiger Schritt hin zu einem Portfolio innovativer Anlagen, die das wetterbedingt schwankende Erzeugungsprofil des künftigen RWE-Offshore-Windparks Oranje Wind optimal in das niederländische Energiesystem integrieren, so RWE.

Errichtet wird das Batteriesystem mit einer Leistung von 35 MW und einer Speicherkapazität von 41 MWh am RWE-Biomassekraftwerk Eemshaven. Die Anlage optimiert technologieübergreifend den Einsatz des niederländischen RWE-Kraftwerksparks. RWE investiert hier 24 Mio. Euro.

Roger Miesen, Vorstandsvorsitzender RWE Generation und Country Chair für die Niederlande: „Mit dem steigenden Anteil Erneuerbarer Energien am Strommix steigt auch der Bedarf an flexiblen Batteriespeichern. Mit diesem Großprojekt sammelt weitere RWE Erfahrungen zur Vermarktung von Energiespeichern in den niederländischen Energiemärkten und trägt dazu bei, das niederländische Stromnetz zu stabilisieren.“

RWE-Ziel: 3 GW Batteriespeicher bis 2030 weltweit
RWE baut derzeit Energiespeicher in Europa, Australien und den USA. Das Unternehmen übernimmt die Detailplanung, Modellierung, Systemintegration und Inbetriebnahme der Projekte direkt und vollständig in Eigenregie.

In Deutschland hat RWE Anfang 2023 seine Megabatterie in Lingen und Werne mit einer Gesamtkapazität von 117 MW in Betrieb genommen. Das Unternehmen plant, dieses Batteriespeichersystem virtuell mit seinen Laufwasserkraftwerken an der Mosel zu verbinden. In den RWE-Kraftwerken Neurath und Westfalen wird derzeit ein 220-MW-Batteriespeichersystem errichtet. In seinen deutschen Tagebauen realisiert RWE PV-Speicherkraftwerke.

Im März 2023 hat das Unternehmen zudem den britischen Entwickler JBM Solar übernommen, der über eine Entwicklungspipeline von 2,3 GW an Batteriespeicherprojekten verfügt. Erst kürzlich hat RWE eine australische Ausschreibung für einen Langzeit-Batteriespeicher (50 MW/400 MWh) gewonnen.

© IWR, 2023


22.09.2023

 



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