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Industrieforschung: Neuer Zellverbinder steigert PV-Modulleistung

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Freiburg - Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und der Technologiekonzern Heraeus erforschen und optimieren in gemeinsamen Forschungsprojekt neuartige, selektiv beschichtete Zellverbinder. Der SCRTM-Zellverbinder (Selectively Coated Ribbon) erzielt einen Leistungsgewinn von durchschnittlich 1,9 W bei herkömmlichen Solarmodulen mit 60 Zellen. Während herkömmliche Zellverbinder einfallendes Licht nicht nutzbar machen können, reflektieren die beschichteten Kanten des SCRTM-Verbinders das Licht indirekt auf die Zellfläche und erzeugen dadurch den Leistungsgewinn. Der Effekt funktioniert unabhängig vom Einfallswinkel.

Der Verbinder lässt sich nach Angaben von Fraunhofer ISE ohne Anlagenmodifikation und ohne zusätzliche Kosten in der industriellen PV-Modulfertigung einsetzen. Das Fraunhofer ISE hat Module mit dem SCR-Verbinder in seinem akkreditierten TestLab PV Modules erfolgreich geprüft. „Unsere Tests haben den Leistungsgewinn und die Zuverlässigkeit bestätigt. Als „drop-in replacement“ in industriellen Prozesslinien hat der neue Verbinder beste Chancen, sich auf dem Modulmarkt durchzusetzen“, so die Einschätzung von Dr. Achim Kraft, Teamleiter Verbindungstechnik am Fraunhofer ISE.

© IWR, 2018

29.10.2018