Sinkende Großhandels-Strompreise: RWE Quartalsergebnis belastet - Jahresergebnis 2024 bestätigt
Essen - RWE hat die Bilanz für das erste Quartal 2024 vorgelegt. Im Zeitraum Januar bis März 2024 hat der Essener Energiekonzern ein bereinigtes EBITDA (bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 1,7 Mrd. Euro (Q1 23: 2,3 Mrd. Euro) und ein bereinigtes Nettoergebnis von 0,8 Mrd. Euro (Q1 23: 1,3 Mrd. Euro) erzielt.
Die im Vergleich zum Vorjahresquartal niedrigeren Ergebnisse sind vor allem auf geringere Erträge im Segment Flexible Erzeugung als Folge der im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Großhandels-Strompreise zurückzuführen.
RWE-Finanzvorstand Michael Müller zeigte sich trotz der Ergebnisrückgänge zufrieden mit den Q1-Zahlen. „Wir blicken auf ein gutes erstes Quartal 2024. Sowohl bei Offshore Wind als auch bei Onshore Wind/Solar verzeichnen wir deutliche Ergebniszuwächse. Das zeigt: Unsere Investitionen zahlen sich aus. 42 Prozent unserer Stromerzeugung in den ersten drei Monaten stammten aus regenerativen Quellen - und wir investieren weiter kräftig“, so Müller. Im ersten Quartal hat RWE das Portfolio mit Nettoinvestitionen von 2,3 Mrd. Euro weiter ausgebaut.
Insgesamt errichtet RWE derzeit Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 8,3 Gigawatt (GW). Dazu zählen die Offshore-Windprojekte Sofia vor der britischen Küste mit 1,4 GW sowie Thor in Dänemark mit 1,1 GW. Zudem treibt RWE mit mehr als 100 Projekten in Europa und den USA den Ausbau von Onshore Wind und Solarenergie sowie den Bau neuer Batteriespeicher voran.
Beim Kapitalmarkttag am 28. November 2023 hatte RWE für das Gesamtjahr 2024 ein bereinigtes EBITDA von 5,2 bis 5,8 Mrd. Euro prognostiziert. Daran hält das Unternehmen fest, allerdings geht RWE nun davon aus, am unteren Rand der Bandbreite abzuschließen. Grund dafür ist laut RWE, dass sich die Stromnotierungen seit November 2023 deutlich verringert haben. Gleiches gilt für das bereinigte Nettoergebnis, das auf 1,9 bis 2,4 Mrd. Euro veranschlagt wird. Die Dividende für das laufende Geschäftsjahr soll auf 1,10 Euro je Aktie angehoben werden.
© IWR, 2026
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