Energiefirmen.de

Branchenportal der Energiewirtschaft

PlanET 4 1280 256

Wie viel ist E.ON wert? Analysten vor Uniper-Börsengang ratlos

Münster – Der Countdown bis zum ersten Auftritt von Uniper auf dem Börsenparkett läuft. Am kommenden Montag (12.09.2016) soll sich im freien Spiel der Marktkräfte zeigen, wieviel die Kraftwerks-Tochter von E.ON tatsächlich wert ist. Die Analysten geben im Vorfeld alles andere als eine einheitliche Einschätzung ab.

Am Mittwoch (07.09.2016) haben die Aktienexperten von Goldman Sachs, Kepler Cheuvreux und der NordLB ihre Kommentare aktualisiert. Ergebnis: Von "Kaufen" bis "Reduce" ist alles dabei. Die Analysten sprechen dabei die Unsicherheit über den genauen Wert von Uniper offen an.

Goldman Sachs nimmt Kaufempfehlung zurück

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Votum für die E.ON-Aktie von "buy" auf "neutral" herabgestuft. Auch das Kursziel haben die einflussreichen Experten von 10,20 auf 9,50 Euro gesenkt. Nach Jahren rückläufiger Gewinne stünden Europas Energiekonzerne dank der Anforderungen einer Wirtschaft mit geringeren CO2-Emissionen vor einem wichtigen Wendepunkt, so Goldman-Sachs-Analyst Alberto Gandolfi. Er rechnet mit Investitionen in eine intelligente Energie-Infrastruktur, erneuerbare Energien sowie einem günstigeren regulatorischen Umfeld. Die Kursentwicklung bei E.ON dürfte von der unterdurchschnittlichen Dividendenrendite, der angespannten Bilanz und Druck auf die Papiere der Kraftwerkstochter Uniper gebremst werden, meint Gandolfi.

Kepler Cheuvreux: Gegenwind durch Uniper-Börsengang

Bei Kepler Cheuvreux ist das Wertpapier des Versorgers anlässlich der Aufspaltung in zwei eigenständige Unternehmen mit "reduce" und einem Kursziel von 8 Euro in die Bewertung wieder aufgenommen worden. Analyst Ingo Becker geht davon aus, dass die "neue" E.ON durch die bevorstehende Abspaltung und den Börsengang von Uniper Gegenwind bekommen wird.

NordLB sieht Chancen für späteren Verkauf von Uniper-Anteilen

Bei der NordLB wurde die Einstufung für E.ON im Vorfeld des Uniper-Börsengangs mit "kaufen" und einem Kursziel von 10 Euro bestätigt. Nach wie vor bestehe Unsicherheit über den genauen Wert von Uniper, der ungewöhnlicherweise per Kursbildung über Angebot und Nachfrage an der Börse ermittelt werden solle, so Analyst Holger Fechner. Der geplante Verkauf der restlichen 47 Prozent an Uniper sei für 2018 avisiert und könnte laut Fechner mehr einbringen als in der jetzigen Marktphase.

© IWR, 2016

07.09.2016

 



Jobs & Karriere - Energiejobs.de
Veranstaltungen - Energiekalender.de

Pressemappen - mit Original-Pressemitteilungen