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Siemens Gamesa mit neuer Wachstumsstrategie

© Siemens Gamesa© Siemens Gamesa

Madrid, Spanien - Wettbewerbs- und Preisdruck bestimmen den internationalen Windenergiemarkt. In diesem angespannten Umfeld möchte Siemens Gamesa zur Nummer 1 aufsteigen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Windenergie-Hersteller eine neue Wachstumsstrategie verabschiedet.

Nach schwachen Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2018 (Oktober – Dezember) mit einem Nettoverlust von 35 Mio. Euro hat Siemens Gamesa jetzt ein strategisches Effizienzprogramm für die nächsten drei Jahre vorgestellt.

Unternehmensplan basiert auf drei Eckpfeilern
Ziel der neuen Siemens Gamesa Strategie ist es, bis 2020 bei strikter Bilanzdisziplin vor dem Hintergrund eines zunehmenden Wettbewerbsdrucks eine über dem Marktdurchschnitt liegende Umsatzentwicklung zu erzielen und zum weltweiten Marktführer der Windenergiebranche aufzusteigen.

Der Strategieplan fußt auf drei strategischen Eckpfeilern. Der erste Eckpfeiler „Agilität im Geschäftsmodell“ sieht eine größere Flexibilität für die Kunden bei Produkten und Dienstleistungen sowie schnellere Finanzierungslösungen und Antwortzeiten vor. Zudem möchte Siemens Gamesa Branchenführer bei den Stromgestehungskosten (LCoE) werden. Dank einheitlicher Technologieplattformen sollen die Produkte gleichermaßen Kostenvorteile bei der Herstellung wie beim Betrieb liefern. Der dritte Eckpfeiler ist „digitale Intelligenz“, mit der sich Siemens Gamesa von Wettbewerben unterscheiden möchte.

Der Plan sieht eine Reihe von Maßnahmen vor, mit denen Kostensenkungen von zwei Mrd. Euro freigesetzt werden sollen. Dazu gehört die beschleunigte Realisierung der angestrebten Synergien aus dem Unternehmenszusammenschluss, die bis 2020 auf über 400 Mio. Euro geschätzt werden. Zudem wirken sich hier Effekte aus der Feinabstimmung des Produktportfolios sowie aus den Bereichen Beschaffung und Lieferkette, Fertigungsstrategie sowie aus den bereits eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen aus, so Siemens.

Gestrafftes Produkt- und Dienstleistungsangebot
Im Rahmen der Technologiestrategie setzt Siemens Gamesa auf ein gestrafftes Produkt- und Dienstleistungsangebot, d.h. Konzentration auf Getriebetechnik im Onshore-Bereich und auf Direktantriebstechnik im Offshore-Bereich. Um weiter zu wachsen und seinen Marktanteil zu erhöhen, will Siemens Gamesa sein Produktportfolio im Onshore-Segment z.T. direkt auf die strategischen Märkte USA und Indien zuschneiden. Im Offshore-Bereich ist es das Ziel, die Marktführerschaft in Europa mit einem Marktanteil von 70 Prozent zu halten und sich als führender Anbieter in neuen Märkten wie Taiwan und den USA zu etablieren.

Siemens peilt bis 2020 EBIT-Margenziel zwischen 8 bis 10 Prozent an
Siemens Gamesa bestätigt die Finanzprognose für das Geschäftsjahr 2018 (Umsatz: 9 bis 9,6 Mrd. Euro, EBIT-Marge: 7 – 8 Prozent). Mit dem neuen Wachstums-Programm setzt sich das Unternehmen klar definierte Wachstums- und Profitabilitätsziele für 2020. Geplant ist u.a. eine Umsatzsteigerung mit Wachstum in MW und Euro über das Marktniveau. Zudem peilt Siemens Gamesa ein EBIT-Margenziel zwischen 8 und 10 Prozent (exkl. MwSt. PPA und Integrations- und Restrukturierungskosten) an.


© IWR, 2018


15.02.2018

 




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