Kohleausstieg: Uniper schaltet britischen 500 MW Steinkohle-Block vorzeitig ab
Düsseldorf - Der Energieversorger Uniper wird einen der vier 500-MW-Blöcke des Steinkohlekraftwerks Ratcliffe bereits Ende September 2022 schließen. Das ist zwei Jahre vor dem von der britischen Regierung angekündigten Termin für den Kohleausstieg.
Die Stromerzeugung in den übrigen drei Blöcken des 2 Gigawatt-Kraftwerks soll spätestens Ende September 2024 vollständig enden, nachdem das Kraftwerk seine Verpflichtungen im Rahmen des britischen Kapazitätsmarktes erfüllt hat, teilte Uniper mit.
„Wir haben das ehrgeizige Ziel, das gesamte Uniper-Kraftwerksportfolio in Europa bis 2035 CO2-neutral zu stellen", so Uniper CEO Klaus Dieter Maubach. Dazu will das Unternehmen die Chance nutzen, um das selbst gesteckte Dekarbonisierungsziel zu erreichen.
Uniper prüft bereits Optionen für die Umgestaltung des Standorts. "Unser ehrgeiziges Ziel ist es, Ende nächsten Jahres mit dem Bau einer Energierückgewinnungsanlage auf einem Teil des Kraftwerksgeländes zu beginnen und diese Anlage bis 2025 voll betriebsbereit zu haben. Dies wird ein erster Schritt zur Verwirklichung unserer umfassenderen Vision sein, an diesem Standort auf nachhaltige Weise Elektrizität und Wärme zu erzeugen, die dann von großen Industrieunternehmen und Institutionen genutzt werden", ergänzt COO David Bryson.
Das Kraftwerk Ratcliffe hat in den letzten 50 Jahren etwa 4 % des gesamten Stroms für das Vereinigte Königreich geliefert. Ees ist das einzige kohlebefeuerte britische Kraftwerk, das mit der Technologie der selektiven katalytischen Reduktion ausgestattet ist, mit der sich die Stickoxidemissionen um 70-95 % verringern lassen. Außerdem ist es mit einer Rauchgasentschwefelungsanlage (REA) ausgestattet, die Schwefeldioxid (SO2) aus den Abgasen entfernt.
© IWR, 2026
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05.08.2021





