Ölheizung: Verband sieht großes CO2-Einsparpotenzial durch Abwrackprämie
Berlin - Fast die Hälfte der 5,8 Millionen Gebäude, die noch durch eine Ölheizung versorgt werden, liegen im gasberohrten Gebiet. Das ist ein Ergebnis einer Studie, die der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) beim Marktforschungsinstitut prolyics in Auftrag gegeben hat. Danach könnten mindestens 2,1 Millionen dieser Gebäude schnell und unkompliziert mit einer Gasheizung modernisiert werden könnten. Weitere 510.000 Gebäude ließen sich an das Fernwärmenetz anschließen.
Mit der Umstellung von einer Ölheizung auf Gas bzw. Fernwärme könnten rd. 14 Millionen Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. Werden alle Ölheizungen ersetzt, steigt die Zahl auf 30 Millionen Tonnen CO2. Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung gegrüßt die von der CDU-Parteivorsitzenden Kramp-Karrenbauer vorgeschlagene Abwrackprämie für Ölheizungen. So könne die dringend benötigte Wärmewende vorangebracht werden.
Deutlich skeptischer bezüglich einer schnellen und spürbaren Umsetzung mittels einer steuerbasierten Abwrackprämie für Ölheizungen ist das IWR-Institut. Zu berücksichtigen ist danach die Altersstruktur der Gebäude und die Lebensumstände der darin wohnenden Menschen. "Die BDEW-Zahlen dürften in der Praxis eher von theoretischer Natur sein. In vielen Altbauten und Einfamilienhäusern mit einer Ölheizung leben Menschen im höheren Alter, die kaum mehr von einer Steuerersparnis profitieren, lieber verreisen und eine solche Investition der nachfolgenden Generation überlassen", so IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch zu den Vorschlägen der CDU-Parteivorsitzenden Kramp-Karrenbauer.
© IWR, 2026
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