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Stromaustausch mit Schweden: Start für den Bau der Ostküstenleitung in Schleswig-Holstein

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Kiel - In Schleswig-Holstein ist der Planfeststellungsbeschluss für den ersten Abschnitt der Ostküstenleitung erlassen worden. Damit ist der Weg für den Übertragungsnetzbetreiber Tennet frei, um sämtliche Baumaßnahmen auf der rund 50 Kilometer langen Teilstrecke vom Kreis Segeberg bis zum Raum Lübeck umzusetzen.

Im jetzt genehmigten ersten Abschnitt „Kreis Segeberg – Raum Lübeck“ werden technische Innovationen realisiert: So werden in Henstedt-Ulzburg und Kisdorferwohld Teile der Drehstromleitung unterirdisch verlegt. Damit gehört die Ostküstenleitung zu den wenigen nationalen Pilotprojekten, bei denen Drehstromleitungen als Erdkabel verlegt werden können.

Die Fertigstellung des ersten Abschnitts ist für das Jahr 2025 geplant – die gesamte Ostküstenleitung wird im Jahr 2027 in Betrieb gehen. Die beiden anderen Abschnitte der Ostküstenleitung befinden sich ebenfalls im Planfeststellungsverfahren, Abschnitt zwei seit Mitte April 2022, Abschnitt drei seit Ende August 2022.

Der zweite Abschnitt („Raum Lübeck-Siems“) hat eine Länge von rund 15 Kilometern und umfasst ca. 40 Maststandorte. Eine Entscheidung der Behörde im Planfeststellungsverfahren wird voraussichtlich im Frühjahr 2024 erfolgen, die Inbetriebnahme 2026.

Der dritte Abschnitt („Raum Lübeck-Raum Göhl“) erstreckt sich auf knapp 50 Kilometer und ca. 134 Maststandorte. Der Planfeststellungsbeschluss für diesen Abschnitt wird im Jahr 2024 erwartet, die Inbetriebnahme erfolgt voraussichtlich 2027.

© IWR, 2024

02.10.2023