Studie: Strompreiseffekt des Kohleausstiegs gering
Freiburg – Die Kohlekommission hat im Februar einen schrittweisen Ausstieg aus der Stromerzeugung aus Kohle empfohlen. Die Auswirkungen auf die Strompreise bleiben dabei überschaubar. Rund 0,4 Cent pro Kilowattstunde (Cent/kWh) im Mittel bei einer Bandbreite von 0,1 bis 0,6 Cent/kWh könnten die Preise im Mittel beim Abschalten der Kohlekraftwerke steigen. Das ist das Ergebnis einer Übersichtsstudie des Freiburger Öko-Instituts, für die die Wissenschaftler verschiedene Studien zu Strompreiseffekten einer schrittweisen Reduzierung der Kohleverstromung ausgewertet haben.
Wird die schrittweise Reduzierung der Kohleverstromung mit einem stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energien gekoppelt, so wie von der Bundesregierung vorgesehen, würde dieser Ausbau auf dem Strommarkt dafür sorgen, dass die Großhandelspreise in der Größenordnung von 0,4 Cent/kWh. Der Preisanstieg des Kohleausstiegs könnte also kompensiert werden.
Wie hoch die Strompreise durch eine Reduzierung der Kohleverstromung tatsächlich ansteigen, hängt aus Sicht des Öko-Instituts neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien insbesondere von der Entwicklung der Erdgas- und CO2-Preise ab.
Fokus der untersuchten Studien war das Jahr 2030. Bis zu diesem Jahr soll die Leistung der Kohlekraftwerke auf 17 Gigawatt reduziert werden. Ende 2017 betrug die installierte Leistung für die Stromerzeugung aus Kohle 43 Gigawatt.
© IWR, 2026
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Original-Pressemitteilungen Energiewirtschaft
15.03.2019





